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Einsatzart:                     Feuer Groß

Einsatzbeschreibung: Brennt Lagerhalle

Einsatzort:                    Bremervörde, Hansestraße

Alarmierung:                02.06.2014 um 13:59 Uhr

Einsatzende:                02.06.2014 um 18:30 Uhr

Dauer:                           4 Stunden 31 Minuten

 

Alarmierte Kräfte:         FF Elm

                                       Polizei
                                       FF Nieder Ochtenhausen
                                       FF Hesedorf
                                       FF Minstedt
                                       Kreisbrandmeister
                                       Abschnittsleiter BRV
                                       FF Hönau Lindorf
                                       FF Bremervörde
                                       FF Iselersheim
                                       FF Bevern
                                       FF Glinde
                                       FF Oerel
                                       FF Spreckens
                                       FF Mehedorf
                                       Gerätewagen Atemschutz
                                       FF Gnarrenburg
                                       FF Langenhausen
                                       FF Ostendorf
                                       GW-Mess (Messgruppe des Gefahrgutzuges)
                                       FF Ebersdorf
                                       GemBm Geestequelle
                                       FF Ober Ochtenhausen
Einsatzbericht: 

Ein Großfeuer hat gestern einen hohen Sachschaden auf dem Betriebsgelände des Bremervörder Entsorgungsfachbetriebs Jacobs verursacht. Kurz vor 13 Uhr entdeckten Mitarbeiter des Unternehmens ein zunächst kleines Feuer in einer Halle, die zur Sortierung und Verwertung von Sperrmüll genutzt wurde.

Bereits nach wenigen Minuten standen sämtliche Abfälle und Gerätschaften in der Halle in Flammen, eine fast 80 Meter hohe Rauchsäule war auch von der Innenstadt aus zu sehen. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Bis in die Abendstunden waren über 170 Feuerwehrleute im Einsatz. Zu einer gefährlichen Situation kam es, als ein Feuerwehrmann für kurze Zeit in der Halle eingeschlossen wurde.

Schon wenige Minuten nach der Brandentstehung sind die ersten Einsatzkräfte der Bremervörder Feuerwehr vor Ort. Die Hitzeentwicklung ist enorm, dichte schwarze Rauchschwaden – in Folge der brennenden Kunststoffe – ziehen in Richtung Mehedorf und Hönau-Lindorf.

Ein erster Atemschutztrupp wagt sich in die Halle dicht an den Brandherd, als plötzlich ein Rolltor hinunter saust und einen Brandschützer in der Halle einschließt. Geistesgegenwärtig rast ein Mitarbeiter der Firma Jacobs mit einem Bagger zur Halle und drückt mit dem Ausleger das Rolltor wieder auf, um den eingeschlossenen Brandschützer zu befreien.

Unterdessen eilen Einsatzkräften aller Stadtfeuerwehren in das Gewerbegebiet. Zunächst übernimmt der stellvertretende Ortsbrandmeister Kai-Uwe Denker die Einsatzleitung. Er koordiniert auch den Einsatz der Wehren aus Glinde, Oerel und Ebersdorf, die zur Unterstützung ihrer Bremervörder Kameraden an den Brandort eilen. Nach einer Stunde übergibt Denker die Einsatzleitung an Ortsbrandmeister Holger Naubert, der von seiner Arbeitsstelle in Stade zum Brandort rast und für die Nachalarmierung weiterer Atemschutztrupps aus Langenhausen und Gnarrenburg sorgt. Denn wegen der starken Rauchentwicklung sind 70 der insgesamt 170 Feuerwehrleute unter Atemschutz im Einsatz.

Ein Schadstoff-Messtrupp der Kreisfeuerwehr nimmt vorsorglich Analysen der Luft im Umfeld des Betriebsgeländes vor. Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann veranlasst, dass über Rundfunkansagen die Bevölkerung in Mehedorf, Hönau-Lindorf und An der Höhne angehalten wird, die Fenster wegen der starken Rauchentwicklung zu schließen. Die Messungen ergeben keine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung, wie ein Sprecher der Polizei später mitteilt.

Gegen 14.30 Uhr haben die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle. Doch die schwierigen Nachlöscharbeiten ziehen sich bis in die Abendstunden hinein. „Ich lasse meine Männer jetzt nicht mehr in die Halle“, sagt Ortsbrandmeister Naubert während der schwierigen Nachlöscharbeiten. Es besteht Einsturzgefahr: „Bei dieser starken Hitzeentwicklung wäre das ein Vabanque-Spiel. Wir wissen nicht, wie lange die Stahlkonstruktion der Halle das hier noch mitmacht“, sagt Naubert und entscheidet sich dafür, die Nachlöscharbeiten nur noch von außen vorzunehmen. Die Drehleiter wird in Position gebracht. Und wieder kommt ein Bagger der Firma Jacobs zum Einsatz: Er öffnet die Dachhaut der Halle. „So können wir auch von oben Wasser und Löschschaum einsetzen.“

Um 18.40 Uhr zieht Naubert eine erste Bilanz des Einsatzes. Die Koordination der Wehren habe gut geklappt. „Da wir hier schön öfter im Einsatz waren, haben sich viele Abläufe gut eingespielt.“ Klotzen statt Kleckern sei das Motto des Einsatzes, so Naubert. „Denn wenn auch weitere Hallen oder Müllhalden in Brand geraten wären, würden wir es mit einer noch weitaus größeren Rauchwolke über der Stadt zu tun bekommen.“

 

Text: Thomas Schmidt - Bremervörder Zeitung